Rob AlefFür die einen ist Fußball das Geschäft ihres Lebens, für die anderen die schönste Nebensache der Welt. Läge ich wie einst Isaac Davis [weiterlesen ...]


« Los, Glück auf! – Losglück auf Widerruf

Keine verkehrte Entwicklung, dass sich keiner so recht im Klaren ist, ob das nun eine leichte oder schwere Gruppe für Schland ist. Der kicker hat die FIFA-Ranglistenplätze aller Gruppen addiert und siehe da, Spanien ist in der schwersten Gruppe, wobei es immerhin nicht gegen das schwerste Team spielen muss. Italien hat rein rechnerisch die leichteste Gruppe. Welche Gruppe ist ohne die gesetzten Teams die schwerste? Jedenfalls ist die Spitze in der Breite enger geworden.

Brasilien ist diesmal Opfer des Todesgruppenphänomens geworden. Zumeist titellose Teams, die in Quali und Vorrunde stark sind und sich dann sang- und klanglos verabschieden – ja, ich meine Holland- , aber die es nicht zum Gruppenkopf bringen, flottieren sinnlos durch die Lostöpfe. Diesmal ist Brasilien – Elfenbeinküste – Portugal das ,was Argentinien – Holland – Elfenbeinküste 2006 waren. Ein Leckerli für die Fans, ein Alptraum für das vierte Team. 2006 war das Serbien-Montenegro, diesmal ist es das stets für Überraschungen gute Nordkorea. Hoffentlich sagt Trainer Kim Jong Hun vor dem entscheidenden Gruppenspiel nicht, dass seine Spieler Gras fressen müssen. Mit ein bißchen Glück könnte es zum Halbfinale gegen Italien kommen. Gli Azzurri haben es mit Neuseeland, der Slowakei und Paraguay nicht allzu schlimm erwischt.

Den Namen des nordkoreanischen Trainers habe ich arglos von der Seite Fussball-WM-Total übernommen. Keine Ahnung, ob das nicht nur eine Erfindung des Regimes in Pjöngjang ist, um sein Team vor Vergiftungsanschlägen zu schützen. Aber dass es auf der Website ein Fenster gibt, das einem automatisch einen Link zu Nordkorea-Fanartikeln anbietet, finde ich toll. Nur die Auswahl könnte ein bißchen größer sein.

Viele reden davon, wie schlecht Südafrika im Moment spielt. Ich glaube, dass ist Lampenfieber. Und nicht nur die Bafana Bafana, alle afrikanischen Teams werden besser spielen als je zuvor, durch den einmaligen Heimvorteil über sich hinauswachsen. Ich traue Kamerun am meisten zu, mit acht WM-Teilnahmen am erfahrensten, nervenstark in der Quali und im Moment auch noch mit den professionellsten Strukturen, hat mit Paul Le Guen einen sehr erfolgreichen, frankophonen Trainer.

Beinahe ein Drittel der kicker-Leser glauben, dass die Deutschen Weltmeister werden. Das halte ich für äußerst unwahrscheinlich. Ein Endspiel Kamerun gegen Spanien, das wäre doch was. Und der krasse Aussenseiter schlägt kurz vor Schluß zu: Aus dem Hintergrund müßte Eto’o schießen, Eto’o schießt… Aus, aus, aus.

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Ein Kommentar zu “Los, Glück auf! – Losglück auf Widerruf”

  • 9. Dezember 2009
    Andreas schrieb

    Zum Gastgeber:
    Das südafrikanische Lampenfieber hält dann aber schon gut 6 Jahre an, wenn sich deren Resultate mal so anguckt. Ich glaube sie werden der erste Gastgeber sein, der nach der Vorrunde raus ist, dass ist eventuell schlecht für Stimmung im restlichen Turnierverlauf, aber ohne Hilfe von außen wir das so kommen!
    Zum Rest aus Afrika:
    Vor der Auslosung habe ich gesagt, dass eigentlich nur Ghana und die Elfenbeinküste realistische Chancen haben ins Achtelfinale einzuziehen. Nun wage ich die Prognose, dass einzig und allein Nigeria den schwarzen Kontinent in der 2. Runde vertreten wird.
    Zu Schland:
    Die gewinnen ihre Gruppe und im Achtelfinale gegen die USA, aber dann ist im VF Schluß gegen Argentinien oder Frankreich. Weltmeister wird URUGUAY, weil Mama mal sagte, dass die letzten die ersten sein werden!

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