Rob AlefFür die einen ist Fußball das Geschäft ihres Lebens, für die anderen die schönste Nebensache der Welt. Läge ich wie einst Isaac Davis [weiterlesen ...]


« Das linke Dings mit Frings

So jetzt mal rein menschlich, von den Umgangsformen her, war das eine wirklich miese Kiste mit Frings. Ihm schnell noch zu sagen, dass er nicht fit ist, bevor er im Fitnesstest den netten Herrn Löw Lügen strafen kann, zeugt von wenig Selbstbewußtsein. Immerhin sind der Bundestrainer und sein nicht minder netter Kanarienvogel Hansi extra nach Bremen gefahren, um es Frings mitzuteilen. Nicht einfach so per SMS Schluß gemacht, extra nochmal mit Schleifchen verpackt und den Abschiedsgruß persönlich vorbei gebracht. Egal, ob Hitzlsperger und Podolski außen vor sind, wer beim DFB nicht brav ist, der muss ohne Nachtisch ins Bett, auch Kuranyi kann rackern und Tore schießen wie er will.

Andererseits frage ich mich gerade, wer 1974 und 1990 der älteste Feldspieler war, der in einer deutschen Anfangself stand. Ein 33jähriger war es glaube ich nicht. Also ist doch was dran an dem Verjüngungsprogramm? Aber dann wäre Ballack ja eigentlich auch schon zu alt. Sollte Ballack von dem Ringelpietz jemals genug haben und einfach zurücktreten, aus Solidarität mit Frings und weil er keine Werbeaufnahmen mehr machen möchte und Oliver Bierhoff nicht mehr sehen kann und es nicht mag, wenn Podolski ihm vor vier Millionen Zuschauern eine Maulschelle gibt, dann sähe Löw älter aus als Frings jemals werden wird.

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2 Kommentare zu “Das linke Dings mit Frings”

  • 11. Februar 2010
    Rosseaux schrieb

    Unabhängig davon, wie man zur Ausbootung von Fringst steht (die ich für sachlich richtig, der Form nach allerdings ebenfalls für suboptimal halte) – das Argument mit dem Alter zieht nicht wirklich. Beispielsweise war Bernd Schneider 2006 ebenfalls schon 33 und einer der Leistungsträger der Nationalmannschaft.

  • 13. Februar 2010
    admin schrieb

    Schneider und Neuville sind gute Beispiele, wie wichtig Erfahrung bei einem großen Turnier ist. Frings ist sicher nicht mehr in der Form seines Lebens, aber wenn die Alternativen Hitzlsperger und Khedira heissen (der heute beim HSV einem richtigen Weltklassestürmer begegnet ist, mal sehen, was er gegen Barca dazu lernt), muss man den alten Mann nicht fünf Monate vor Turnierbeginn vom Hof jagen.

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