Rob AlefFür die einen ist Fußball das Geschäft ihres Lebens, für die anderen die schönste Nebensache der Welt. Läge ich wie einst Isaac Davis [weiterlesen ...]


« Und jetzt alle auf Labbadia

Angeblich lag es ja am Jungtrainer, dass es mit Leverkusen letzte Saison zum Schluß bergab ging. Dass Bayer jetzt wieder drauf und dran ist, alles zu verspielen, wird nun aber nicht Heynckes angelastet, sondern mit den besonderen Befindlichkeiten im Verein begründet. Außerdem verlieren sie ja immerzu besonders schön, ästhetisch wertvoll.

Wahrscheinlich hat Labbadia ja eine Schwäche für die unerfolgreichen, die ewigen Vierten, Zweiten, Halbfinalisten, weshalb hätte er sich sonst Fürth, Leverkusen und den HSV in Reihe ausgesucht. Der HSV hat von allen Vereinen in dieser Saison das größte Verletzungspech gehabt und vielleicht ist die HSV-Krise in Wahrheit nur eine Petric/Ze Roberto-Krise. Wenn die beiden in Normalform sind, brummt der Laden wieder, wie in Lüttich. Chillen in der Hölle des Nordens. Dass Labbadia jetzt wieder das Halbfinale erreicht hat, ist jedenfalls kein Scheitern, und bisher hat der HSV in allen Auswärtsrückspielen recht gut ausgesehen. Bernd Hoffmann muss sich fragen, ob es schlau war, den Neuling gleich als Manager zu installieren. Andererseits ist der Coup mit Siegenthaler fast so gut wie der mit van Niestelrooy. Die lange Suche scheint sich gelohnt zu haben. Was dem HSV fehlt ist Kontinuität. Insofern spricht einiges dafür, mit Labbadia weiter zu machen. Dass Spieler gehen, weil sie dem Trainer nicht (mehr) passen, ist nichts Besonderes, das war bei Ferguson und van Niestelrooy nicht anders. Dann muss sich Trochowski eben beruflich verändern. Warum der HSV Boateng so locker ziehen ließ, verstehe ich wiederum gar nicht. Der hätte auch sehr gut das Gesicht des neuen HSV werden können, und für solche Verteidiger sollte man finanziell auch mal an die Schmerzgrenze gehen. Geld ist ja genug da.

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eingeNETzt 20/04/2010 | Spielfeldrand - Das Magazin
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