Rob AlefFür die einen ist Fußball das Geschäft ihres Lebens, für die anderen die schönste Nebensache der Welt. Läge ich wie einst Isaac Davis... [weiterlesen]


Habe nun acht… »

…Spieltage gesehen, und nach einem knappen Viertel der Saison ist es Zeit für eine kleine Zwischenbilanz. Teil Zwei folgt dann am Donnerstag.

Bayern München: Die Mannschaft tut alles, um die Frage offen zu lassen, ob Manuel Neuer auch in München Spiele gewinnen kann. Die Viererkette ist besser als im Vorjahr. Hätte das zweite Gegentor nach dem zweiten Neuer-Patzer in Wolfsburg gegolten, hätte Manchester City seine beiden Elfmeter bekommen, wäre nicht alles Heynckes, Freude, Eierkuchen. Meister wird die Mannschaft, die Rückstände dreht. Die Bewährungsproben kommen noch. Größte Überraschung: Kokspetze Hoeneß entdeckt plötzlich, dass es einen Rechtsstaat gibt. Wichtigste Frage: Wird Robben, wenn er weiter mault, an van Gaal ausgeliehen?

Werder Bremen: Endlich wieder Werder-Fußball, wie wir ihn schätzen. Mertesackers Weggang wurde kompensiert, Arnautovic trotz Roter Karte resozialisiert, Defensive mit Offensive austariert. Ohne lästige Demütigungen in der Champions League hat Werder in der Bundesliga noch Luft nach oben. Größte Überraschung: Fritz ist ein guter Kapitän. Wichtigste Frage: Bleibt Pizarro gesund?

Borussia Mönchengladbach: Wie schon am Ende der Saison an dieser Stelle erwartet, spielen die Gladbacher nach der erfolgreichen Relegation eine sagenhafte Saison. Mit ter Stegen haben sie den besten Torwart der Liga (Bayern-Scouts aufgepaßt). Favre hat die schlummernden Potenziale geweckt. Eberl ist  über Nacht vom Krisenmax zum Visionär gereift. Größte Überraschung: Mike Hanke ist ein Leistungsträger, schießt keine Tore und hält trotzdem die Klappe. Wichtigste Frage: Reicht es für Platz vier?

Schalke 04: Huub, Huub hurra. Rangnick hat enormen Mut bewiesen, jetzt ist es für Schalke besser gekommen, als man hoffen durfte. Stevens redet kokett von Platz zwei, aber trotz aller Verehrung der alten Helden mal ehrlich: Der Sturm mit Huntelaar und Raul ist eigentlich sogar noch ein bißchen stärker als der mit Sand und Mpenza. Größte Überraschung: Jermaine Jones ist wieder mit dabei und hat eine Frisur gefunden, die zu seinen Tattoos paßt. Wichtigste Frage: Wie bringt Stevens Fährmann in die Spur?

Hannover 96: Der Slomka-Express rollt weiter. Weniger abhängig von Ya Konnan, mit dem Schnäppchen des Jahrzehnts Pander als brandgefährlichem Überraschungsgast auf links. Wer Bremen 3-1 besiegt und dafür vom kicker die Spielnote 1,5 erhält, darf sich auf eine weitere große Saison freuen. Größte Überraschung: Kein Einbruch wegen der Europa-League, schon die Spiele gegen Sevilla waren erste Sahne. Wichtigste Frage: Wann bringt Jörg Schmadtke die Kunst des Inneren Lächelns endlich als Yoga-DVD raus?

Borussia Dortmund: Trotz des Verlusts von Sahin und der Verletzung von Barrios wirkt der Kader wieder sehr kompakt. Kleine Abnutzungserscheinungen sind vertretbar. Mit Perisic wurde wieder sehr gut eingekauft. Die Lüdenscheider brauchen noch ein wenig Anlaufzeit, dann werden sie noch weiter nach vorne kommen. Größte Überraschung: Der Punkt gegen Arsenal. Wichtigste Frage: Ob sie wenigstens ein Spiel in der Champions League gewinnen werden?

VfB Stuttgart: Das sieht jedenfalls nicht nach Horror-Hinrunde aus. Heimlich, still und leise malochen sich die Schwaben nach vorne. Und der notorische Überflieger Labbadia beweist nach der guten Rückrunde erneut Steherqualitäten. Mit den wiedergenesenen Bremern und den Schalkern mit Stevens wird ein internationaler Platz trotzdem schwer. Größte Überraschung: Boulahrouz ist in der Form seines Lebens. Wichtigste Frage: Wird Cacau fit?

1899 Hoffenheim: Stanislawskis guter Einstand zeigt, dass Provinz und Kiez im Grunde wesensverwandt sind. Eine gewisse Heimeligkeit sind beiden nicht abzusprechen. Trotz des Punktgewinns gegen Bayern an diesem Wochenende ist Hoffenheim vier Plätze zurückgefallen. Es ist eng im oberen Drittel. Größte Überraschung: Andi Beck hat seinen Vertrag verlängert. Wichtigste Frage: Wen wird Dietmar Hopp in dieser Winterpause heimlich verkaufen?

Bayer Leverkusen: Anders als die Schönspieler von der Säbener Straße hat Leverkusen die ersten Rückschläge (Pokal, CL, Schönspieler von der Säbener Straße) bereits verdaut. Dutt erweist sich als ebenso lernwillig und teamfähig wie Ballack. Dass Rangnick in der Lage war, offen über seine Schwäche zu reden und das Handtuch vor dem totalen Zusammenbruch schmeißen, verdankt die Liga wie so vieles andere übrigens Ballack. Er hat es geschafft, ein Weltklassespieler zu sein, und dabei dem Scheitern nicht auszuweichen. Größte Überraschung: Die Entschlossenheit, sich nach oben durchzukämpfen. Wichtigste Frage: Ballack wird seine Kritiker eines Besseren belehren. Aber wie?

Im November 2011 erscheint “Kleine Biester”, der neue Kriminalroman von Rob Alef.

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Das war super, das war elegant »

Das 3-2 gegen Brasilien, das schönste Länderspiel der deutschen Mannschaft seit dem 4-o gegen Argentinien. Götze macht Spass. Er hat Spielfreude und zwei fixe Füßchen, die zu jeder positiven Überraschung fähig sind. Nicht nur das 2-0 war toll. Da wundert es nicht, dass sein Vorbild Zidane gewesen ist.

Genauso macht es Spass, Lahm zuzusehen. Seit sieben Jahren spielt er auf der schwierigsten taktischen Position, die es gibt, konstant internationale bis Weltklasse. Auch wenn er aussieht wie everybody’s Schwieger- oder Enkelsohn, ist das einfach überragend. Und er ist nach wie vor mit vollem Herzen dabei.

Anders dagegen Gomez. Der kann auch 40 Tore in einer Saison schießen, er wird immer nur ein langweiliger Verrichter bleiben. So wie Amoroso. Der schoß den BVB zwar zur vorletzten Meisterschaft und wurde Torschützenkönig, war ansonsten aber völlig belanglos. Der Konrast zwischen Klose und Gomez war unglaublich. Klose ist einer der großartigsten Spieler, die je in Deutschland einen Ball bewegt haben, hoffentlich ist er bei der nächsten WM noch einmal dabei. Schade, dass er nicht zu Kaiserslautern gegangen ist. Gut, dass er nicht mehr bei den Bayern versauern muss.

In einer Einstellung waren kurz “Helmut” Cacau und “Illy” Gündogan nebeneinander auf der Ersatzbank zu sehen. Zwei ehemalige Clubberer in der Nationalmannschaft, und Didavi und Esswein in der Startelf der U 21. Da zwickt sich der Fachmann doch und der Laie reibt sich die Augen.

Es war nicht alles schlecht, damals in Soccer City »

Aber Mertesacker stand völlig neben sich, neben dem Gegenspieler, neben dem Ball, neben allem eigentlich. Erspielte, als sei er verletzt. Beim 4-4 von Bremen gegen Valencia in Europa League vor ein paar Monaten bekam er die Note 5 und David Villa schoß drei Tore. Das verheißt nichts Gutes, Villa ist ganz in der Nähe.

Podolski bewegte sich zwischen der 20. und 70. Minute an der linken Seite, als sei er beim Pilzesuchen, den Kopf nach unten und auf keinen Fall übertrieben schnell. Ich hielt schon Ausschau nach einem Geißbock am Spielfeldrand, so sehr erinnerte das phasenweise an sein Gekicke bei Köln.

Schweinsteiger war gut und wächst insofern auch in die Ballackrolle hinein, als die Fußballnation jetzt bis Sonntag Hausaltäre für seinen unteren Gesäßmuskel einrichten muss. Lahm war gut, Friedrich wird immer besser. Es tut ihm offenbar gut, das Kapitel Hertha demnächst abschließen zu können. Badstuber blieb gleich draußen, auch bei Müller ist die Luft ein bißchen raus. Jerome Boateng spielte solide, ließ nur einmal böse vernaschen. Özil behielt trotz der vergebenen Großchance die Nerven, Cacau spielte fleißig und ideenreich, sitzt aber gegen England wieder draußen. Khedira machte den Schattenmann für den Prince, den er aber trotzdem nie ganz ausschalten konnte. Neuer mit Licht (Eins-gegen-Eins) und Schatten (Flanken), aber da, wenn es drauf ankam.

Apropos Prince, es war ein sehr faires Spiel mit einem sachlichen und klar agierenden Schiedsrichter, mal wieder viel Lärm um nichts. Und jetzt gegen England. Mein Nachbar zu Linken meinte gestern spontan: Also Elfmeterschießen. Jedenfalls sollte man sich von den bisherigen Leistungen der Engländer nicht blenden lassen, gegen Deutschland machen sie immer ihre besten Spiele. Eigentlich halte ich einen einzigen Stürmer für eine seelische Grausamkeit, aber mit der offensiven Dreierreihe sollte man am Grundgefüge nicht viel ändern. Als Alternative zu Mertesacker gäbe es Boateng oder Aogo.

Nicht minder erfreulich als das deutsche Weiterkommen ist die Tatsache, dass Ghana auch im Achtelfinale steht und gegen die USA jedenfalls bessere Chancen hat als vor vier Jahren gegen Brasilien. Irgendwann müssen sie mal einen Treffer aus dem Spiel heraus erzielen, im Elfmeterschießen darf Gyan nur einmal.

Fehlende Nachwuchsarbeit beim Club »

Während alles mit wachsender Vorfreude gen Südafrika blickt, vollzieht sich so ganz nebenbei, quasi “im Rücken der Akteure” (Marx) die Vorbereitung für die neue Saison. Der Club beginnt zum Beispiel am 3. Juli mit dem Training, an diesem Sonntag finden die letzten beiden Viertelfinalspiele statt.

Bernd Altmann aus Erlangen hat in einem Leserbrief an den kicker am 25. Mai die Leihspielerstrategie beim Club und die mangelnde Nachwuchsarbeit kritisiert. Am Donnerstag darauf gab es eine Übersicht zu den Transfers in der Dritten Liga, und gleich drei Spieler werden den Club verlassen: Trettenbach von den A-Junioren und Valentini aus der Zweiten gehen zu Aalen, Kulabas geht zu Heidenheim. Kulabas ist mit den Amateuren in der Regionalliga hinter Aufsteiger Saarbrücken Zweiter geworden und hat in 30 Spielen 15 Tore geschossen. Pagenburg, der nie eine echte Chance bekommen hat, soll bei Erfurt mittlerweile wieder abgegeben werden, Reinhardt, der eine wirklich gute Pokalsaison gespielt hat, wurde danach ausgebootet und mittlerweile nach Augsburg abgeschoben, Engelhardt vegetiert beim KSC vor sich hin.

Wenn Kießling zu Leverkusen geht, Cacau zu Stuttgart, Kluge zu Schalke, weil sie dort bessere Perspektiven haben oder mehr verdienen, kann der Club nichts machen. Schäfers Rückkehr ist insofern ein absoluter Glücksfall. Aber die selbst ausgebildeten Leute an unterklassige Vereine weiterzureichen ergibt keinen Sinn. Nachwuchsarbeit ist die einzige langfristige Perspektive, auch wenn Leute wie Schieber oder Okotie sicherlich interessant sind, und Bader mit Frantz, Gündogan und Diekmeier sein altes Händchen wieder gefunden hat.

Hansa Rostock olé – einmal wird es soweit sein »

Ziemlich sang- und klanglos ist Hansa Rostock zu meinem großen Bedauern in die Dritte Liga abgestiegen. Zuletzt prägten Fanausschreitungen im eigenen und in fremden Stadien das Bild, in Erinnerung bleiben viele tolle Spiele und viele herausragende Spieler. Barbarez, Neuville, Rehmer, Beinlich, Baumgart, die waren alle mal bei Rostock. Im ersten Jahr gab es Leute beim letzten Meister der DDR, die hießen Bräutigam, Babendererde und Juri Schlünz, und ihre Namen klangen so exotisch und verheißungsvoll wie Grafite, Yeboah oder Cacau. Warum die einstmals stolze Hansa-Kogge derartig abgesoffen ist, entzieht sich meiner näheren Kenntnis. Irgendwann hatte sich offenbar sogar der Retter vom Dienst Zachhuber verbraucht. Und es gab leider kein sportliches Konzept, was zum Geldbeutel gepaßt hätte. Aber da müssense jetzt durch, sich zusammenraufen, die pyromanisch-depressiven Zündelfrieder auf Zimmertemperatur runterkühlen und dann wieder aufsteigen. Hoffentlich heißt es demnächst nicht: Eintracht Braunschweig auf Lee, jetzt heißt es auf Gott vertrauen.

Herrn Jogis Gespür für Personalentscheidungen »

Wirklich elegant, wie der Bundestrainer die Causa Kuranyi erledigt hat. Dass Kuranyi mit Löws kombinantionsbetontem Spiel Schwierigkeiten hätte, mag sein. Dass es einer deutschen Mannschaft in einem Turnier nicht schaden kann, einen Stürmer zu habe, der die Bälle am eigenen Strafraum holt und nach Ecken Tore schießt, ist auch unstrittig, aber Herr Löw hat andere Pläne. Fragt sich nur, welche.

Wenn Gomez wirklich zur WM mitfährt, dann ist das Leistungsprinzip endgültig passé. Er war im Van Gaalschen System immer ein Fremdkörper und hat zwar einige Tore geschossen, eins mehr als Farfan in seinem ersten Jahr auf Schalke, als dieser dort noch als Fehleinkauf abgestempelt worden war, um genau zu sein, aber die Vereinigten Arabischen Emirate sind halt nun mal nicht dabei in Südafrika. Klose würde ich auch auf einer Trage im Ganzkörpergips mitnehmen, er ist ein besonderer Spieler und kann den Unterschied machen. Helmes fällt mit Sicherheit raus, er war auch ohne Verletzung nur Ergänzungsspieler. Kießling wird seine Chance bekommen, er hat in der obligatorischen Leverkusen-Krise Steherqualitäten bewiesen, außerdem ist er vielseitig, ein Ballschlepper und Vorlagengeber. Bleibt die Frage Cacau oder Podolski. Blogger probek hatte bereits in der Hinrunde erhebliche Einwände, als ich Podolski das Potenzial attestiert habe, ein zweiter Zidane zu werden. Und der Verlauf der Saison hat dem Kollegen aus München vollumfänglich recht gegeben. Allerdings war Podolski dann wenigstens besser als schlecht, wenn er nicht nur Stürmer spielte, sondern das ganze Spielfeld zu seinem Terrain machte, im Mittelfeld defensive Zweikämpfe gewann, von hinten anschob, also sich ganz wie ein drittklassiger Zidane benahm. Trotz der mißratenen Saison würde ich ihm wegen seiner Vielseitigkeit den Vorzug vor Cacau geben, außerdem hat er in der Nationalmannschaft eine ganz andere Vita als im Verein, quasi ein umgekehrter Ulf Kirsten.

Ohne Övrebö habt ihr keine Chance »

Der Club hatte eine und machte sie rein, fertig war ein Unentschieden für die engagierten und kompakten Defensivkünstler in rot-schwarz. Und dieser kostbare Punkt wird noch schöner, weil er glücklich war, weil man sich hinterher nicht anhören musste, gegen diese Bayern an diesem Tag wäre mehr drin gewesen. Eine Chancenauswertung von 100%, eine geschlossene Mannschaftsleistung mit einem unermüdlichen Pinola und einem eiskalten Breno, und ein Raphael Schäfer, der die eine, die tausendprozentige Gelegenheit von Mario Gomez perfekt entschärfte. Und kein Schiri, der einfach mal so ein Abseitstor durchgehen ließ, wie gegen Dortmund, wie gegen Florenz.

Ich weiss nicht, was mich bei der Champions League mehr wundert: Dass der Bruchpilot Övrebö tatsächlich noch einmal pfeifen durfte, oder dass die Bayern ernsthaft vom Titel reden. Sie stehen da, wo sie in den Jahren seit 2001 meistens standen, im Achtelfinale mit dem Auswärtsauftritt im Rückspiel. Und nach dieser einfallslosen Offensivleistung vom Mittwoch erscheint es unwahrscheinlicher denn je, dass sie diese Saison auch nur in die Nähe des Endspiels kommen.

Wenn man sich die angeblich so tolle Siegesserie einmal ansieht, stellt man schnell fest, dass die meisten Gegner entweder schwach oder mitten in einer Krise waren. Dass man gegen Haifa, Hannover, Gladbach, Hertha, Mainz und Fürth gewinnt, sollte eigentlich kein Anlass sein, sich selbst auf die Schulter zu klopfen. Hier stehen auch die drei Zu-Null-Spiele der Serie zu Buche. Die grossen Namen Juventus, Hoffenheim, Bremen und Wolfsburg standen zum Zeitpunkt der Begegnung gerade mehr oder weniger neben sich: Juve ist überaltert und der arme Buffon humpelte sichtlich durch seinen Strafraum, Hoffenheim hat zu viele Verletzte, Bremen den bekannt schlechten Start und Wolfsburgs Abwehr ist schlechter als die von Hertha. Drei eher durchschnittliche, gute eingestellte Mannschaften mit aufsteigender Tendenz reichten, um die Bayern ins Straucheln zu bringen: die laufstarken Dortmunder, die taktisch klugen Florentiner Hörnchen und die mutig verteidigenden Clubberer. Bis 10. April heissen die Gegner auswärts Florenz, Leverkusen, Frankfurt und zweimal Schalke, zuhause geht es gegen den Angstgegner HSV und die bestens aufgelegten Stuttgarter.

Der wie immer beflissene Marcel Reif beeilt sich heute im Tagesspiegel zu versichern, die Bayern können sich nur selbst um den Erfolg bringen, und das Spiel in Nürnberg sei der Beweis dafür gewesen. Ich habe das Gefühl, dass van Niestelrooy, Cacau, Gilardino, Köhler, Kuranyi, Kroos und die anderen den Bayern diese Aufgabe nicht konkurrenzlos überlassen werden.

Schnell noch die Spiele getippt »

Bayern – Bremen 2-2

Mein Herz sagt natürlich Auswärtssieg,  und mein Kopf murmelt etwas von 3-1, aber ohne van da lis mus Bommel und mit Rensing reicht es für kampfstarke Bremer zu einem Punkt.

Stuttgart – Freiburg 3-1

Auswärts ist der Sportclub vorsichtiger, nützt ihm aber nichts, weil Cacau die Länderspieleuphorie mitnimmt. Erstes Tor von Pogrebnyak, erste Vorlage von Hleb? Könnte sein.

HSV – Dortmund 2-2

Dortmund holt mit Köpfchen und großer Laufarbeit einen Punkt, ist ja statistisch-historisch eher ein unbequemer Gegner für den HSV, der wieder mal in Rückstand gerät.

Leverkusen – Hoffenheim 2-2

Ein Unentschieden mit dem Prädikat “besonders wertvoll” wird uns da geboten. 90 Minuten Offensive mit zwei hervorragenden Torhütern. Zur Hölle mit dem Ergebnisfußball.

Hannover – Mainz 1-0

Tja, wie tief sitzt der Wurm bei den 96ern? Trotz vermurkeltem Saisonauftakt an der Leine, Mainz kriegt den Zahn gezogen. Wer das Tor macht? Jedenfalls kein Stürmer von 96.

Frankfurt – Nürnberg 1-1

Die Eintracht ist richtig gut aus den Startlöchern gekommen, der Club redet noch zu viel von seinem Leistungsvermögen. Ein Derby, ein Kampfspiel, und mit ganz viel Glück kriegt der Club einen Punkt.

Köln – Wolfsburg 0-3

Köln braucht noch ein bißchen Zeit, und die beiden knüppelharten Auftaktspiele machen es für den neuen Trainer auch nicht gerade leicht. Also, ein klassischer Fehlstart. Da kann der Prinz auch nichts machen.

Gladbach – Hertha 2-0

Euphorie schlägt Minimalismus. Hertha ist noch nicht so stark wie im letzten Jahr, Gladbach hat gut eingekauft und überspringt die Hürde elegant wie ein junges Füllen.

Schalke – Bochum 4-0

Auch wenn Bochum besser drauf ist als letztes Jahr, gegen Bordon, Höwedes und Neuer geht nix. Und vorne zieht die FKK-Offensive den Bochumern die Hosen aus: Farfan, Kenia, Kuranyi spielen sich langsam ein.

Ein Spieltag mit nur einem Auswärtssieg ist heutzutage merkwürdig. Also vielleicht doch die Bremer? Angeschlagene Boxer sind immer gefährlich. Und sie haben im Mittelfeld Borowski, von seinen englischen Fans liebevoll Middlesborough genannt.