quasi una fantasia »
Samstag 29. Oktober, 14.43 Uhr. In der dramatischen Zweitligapartie in Dresden zwischen Dynamo und dem Karlsruher SC steht es nach 88 Minuten 2-2. Zweimal war der KSC in Führung gegangen, zweimal hat Dynamo ausgeglichen. Jetzt gibt es Abstoß für die Gastgeber, doch anstatt den Ball präzise einem Stürmer aufzulegen, winkt Torwart Hesl kurz in die Kurve und drischt den Ball zum 3-2-Endstand für den KSC in Netz. Auf der anschließenden Pressekonferenz erklärt Kapitän Christian Fiel, dies sei eine abgestimmte Aktion der Mannschaft gewesen, um zu zeigen, wie es sich anfühlt, wenn man von den eigenen Leuten Woche für Woche sabotiert wird.
Natürlich wird es so nicht kommen. Natürlich küßt der mündige Spieler heute ebenso eifrig das Trikot des Vereins wie den Arsch der Leute, die den Sport kaputt machen. Schließlich sind die Rangen auf die Rängen und die Recken auf dem Rasen eine große Familie. Und über die ritualisierten Gewaltaktionen und Hassattacken spricht man beim Familientreff genauso wenig wie unterm Weihnachtsbaum darüber, dass Onkel Herbert seine Frau schlägt.
Minimalkonsens in der Bearbeitung dieses Problems ist die Phrase von den “paar Idioten”, die man leider nicht kontrollieren könne. Was für ein verlogener Schwachsinn. Im Frühjahr diesen Jahres haben eine Million Menschen tagelang, wochenlang in Kairo demonstriert, ohne dass ein einziger Böller abgefeuert worden wäre. Warum? Weil sie es nicht wollten. Weil jede soziale Gruppe vollkommen problemlos in der Lage ist, Standards zu vereinbaren und diese einzuhalten. Die Prügler und Zündler in Dresden und anderswo können sich der uneingeschränkten Komplizenschaft ihrer unmittelbaren Umgebung sicher sein.
Ob Dresden, Cottbus, Frankfurt, München: Leute, denen kein Weg zu weit ist, um einem gegnerischen Fan das Trikot zu stehlen oder ihm die Fresse zu polieren, stehen da wie die ABC-Schützen, wenn in Armesweite lebensgefährliche Aktionen durchgeführt werden. Und die Gladiatoren spielen mit, spielen ihren Part und sagen nach dem Abpfiff kopfschüttelnd: Das hat mit Fußball nichts mehr zu tun.
Pele Wollitz hat mir gefallen, in der letzten Saison, als er die eigenen Fans beschimpfte und mit Rücktritt drohte. Aber bei den Dresdner Dumpfbacken ist es mit Drohungen nicht mehr getan. Die wahren Fans müssen begreifen, dass sie verlieren werden, wenn sie diese Aktionen weiterhin dulden. Immerzu verlieren. Und wer könnte ihnen diese Lektion nachhaltiger vermitteln als die eigenen Spieler.
Der Osten rockt »
Rostock aufgestiegen, Chemnitz aufgestiegen, Aue fast aufgestiegen, Cottbus fast aufgestiegen (und im Pokal-Halbfinale), Erfurt fast aufgestiegen, Union nicht abgestiegen, Babelsberg sportlich nicht abgestiegen, Neuling Rasenball Leipzig auf Platz vier in der Regionalliga, Magdeburg dortselbst nicht abgestiegen und das Sahnehäubchen gab’s am Dienstag, als Dynamo Dresden in Osnabrück erst in die Verlängerung und dann in die Zweite Liga stürmte. Schahin schießt schwarz-gelb ins Glück, und das ist kein Schreibfehler. Das zweite Spiel gegen Osnabrück war richtig geil. Ein KO-Spiel, wie es sein soll, bis auf die Brandsätze auf der Tribüne. Kein einziger Ostverein aus den Ligen zwei bis vier ist abgestiegen.
Bin sehr gespannt, wie das weitergeht. Man darf die Freiburger, Hannoveraner, Nürnberger und Dortmunder für ihren Spar- und Jugendstil gerne loben, aber heimlich still und leise haben die in den neunziger Jahren auch durch eigene Unbedarftheit so arg gebeutelten Vereine aus dem Beitrittsgebiet eine Menge dazu gelernt. In Dresden sind Calmund und Kirsten mit vollem Herzen dabei, in Rostock hat Beinlich binnen eines Jahres Perspektiven entwickelt und Hansa kann wieder aus seiner hervorragenden Jugendarbeit schöpfen. Union hat sich wieder einmal durchgebissen und will/wird sich gezielt weiterentwickeln. Alle drei Vereine haben neue Stadien. Mittlerweile gibt es in Liga Zwei fünf Ostvereine, alle haben das Zeug zum Aufstieg, Hansa oder Dynamo traue ich auch einen Durchmarsch zu. Chosebuz und die anderen treffen auf die großen Namen längst vergangener Zeit, die Münchner Löwen, die Fortuna aus Düsseldorf, den Frankfurter Adler, die Fürther, Eintracht Braunschweig, den Meidericher SV und naürlich St. Pauli. Zugegeben, es wird einige heikle Spiele mehr in der Zweiten Liga geben, aber die Fans werden nicht so blöd sein, mit dem Arsch einzureißen, was sie mit ihren schönen Gesängen erreicht haben. Fortsetzung folgt.
PS: Ich bin so froh, dass Favre und die Gladbacher das noch gewuppt haben. Möge der Kelch Effenberg an den Borussen und allen anderen Mannschaften des deutschen Profifußballs vorüber gehen. Vielleicht kann der Papiertiger ja zusammen mit Lothar Matthäus Tonga auf einen zweistelligen Platz in der FIFA-Weltrangliste hieven, es wäre eine “reizvolle Aufgabe” und eine “große Herausforderung”. Gladbachs nächste Saison wird so werden wie die abgelaufene beim Club. Passenden Trainer gefunden (Favre/Hecking), Relegation gewonnen (Bochum/Augsburg), wichtigsten Spieler gehalten (Reus/Pinola) und ab geht die Luzie.
Die letzten Entscheidungen »
Borussia Dortmund ist Meister, hochverdient, Gratulation. Vor einem Jahr war ich gegen Bochum dabei, als das Festgeld Conto Bayern München Schalke abschüttelte, diesmal war der Club höchstpersönlich im Stadion, als die Schwarz-Gelben die Schale buchen konnten. Demnächst würde ich gerne mal wieder einen eigenen Titel feiern. Nach den Spielen der letzten Wochen bin ich wirklich froh, dass der Club nicht in der Europa League spielt. Es ist immer gut, sich neue Ziele zu setzen, aber die Mannschaft war nach der Supersaison am Limit angekommmen. Bin sehr gespannt, wie sich der Taktiktüftler Tuchel auf europäischem Parkett schlägt. Wenn man sieht, wie die Mainzer Bayern und Schalke im eigenen Stadion hergespielt haben, kann sich der Club auf das 0-0 beinahe etwas einbilden. Und ein Ende des Mainzer Höhenflugs ist nicht abzusehen. Auch ohne Holtby und Schürrle werden sie ihren Stil weiterentwickeln und mannschaftlich stärker sein als die meisten Teams. Im Abstiegskampf hat Gladbach noch einmal Morgenluft gewittert, und es ist kein Zufall dass Mike Hanke das 1-0 gegen Freiburg erzielte. Im ersten Rückrundenspiel in Nürnberg gab er die Vorlage zum 1-0 und ist seitdem einer der entscheidenden neuen Spieler. Gegen Hamburg wird es schwer, aber nicht unmöglich, Platz 16 zu verteidigen. Und die Frankfurter brauchen vielleicht eine Auszeit in Liga Zwei, um ihre Fans zur Räson zu bringen.
Gegen wen die Relegation gespielt wird, entscheidet sich erst am letzten Spieltag. Fürth ist bis zum Schluß in der Verlosung, allein das ist schon eine tolle Leistung nach all den Verletzten. Auf dem Papier ist Düsseldorf ein bißchen leichter als Duisburg, die sich emotional in Endspielstimmung versetzen müssen und die Saison nicht ausklingen lassen werden. Und dann Relegation gegen Gladbach? Hertha ist wieder da, mit einem Sahnesturm und einem Problembär im Tor haben sie souverän und nervenstark den Aufstieg geschafft, Gratulation. Anscheinend bleibt die Mannschaft zusammen, eher gibt es Zugänge wie Ottl und Kraft, die der Mannschaft gut zu Gesicht stünden. Kopf hoch, Frankfurt, so toll kann Wiederaufstieg sein. Die Vereine aus dem Osten spielen eine starke Saison. Aue undCottbus fast auf Platz drei, Union locker die Klasse gehalten. Am Tabellenende geht es genaus spannend zu wie in Liga eins. Vergeigt der KSC am Ende doch noch alles nach diesem Seuchenjahr? Oder werden die Löwen am Grünen Tisch nach unten expediert?
In Liga Drei ist Braunschweig souverän Meister geworden, Gratulation. Wie Düsseldorf und St. Pauli ist ein Traditionsverein, der lange unterklassig war, wieder in Liga 2. Rostock hat seine innere Mitte nach den Kapriolen wiedergefunden und den direkten Wiederaufstieg geschafft. Eventuell kommt Dresden noch dazu. Dann wären es schon fünf Ostvereine in Liga Zwei. Bis sich wieder zwei oder drei ganz oben tummeln ist es nur eine Frage der Zeit, wenn sie weiterhin so seriös arbeiten.
Die Beiträge hier werden weiterhin rar bleiben, ich arbeit gerade an meinem neuen Roman. Aber in der neuen Saison gibt es wieder mehr zu lesen.
Fieberträume schwächelnder Mittelfeldmittelgewichte »
Ein gewisser Oskar Beck, als Sportjournalist vor allem mit dem VfB Stuttgart beschäftigt und in der Stuttgarter Zeitung präsent, behauptet in Die Welt vom 5.12.: Die Bayern beherrschen auch in der Krise die Liga. Inhalt des Artikels: Die Bayern sind so übermächtig, dass ihr Absacken wichtiger ist als Dortmunds und Mainzens Aufstieg. Das war schon immer so, das wird immer so bleiben. Beweis:
“Schon in den 70ern ließ Präsident Willi O. Hoffmann, besser bekannt als „Champagner-Willi“, anlässlich eines Kampfes von Muhammad Ali in seiner Villa einen Boxring aufbauen und stellte im Rahmen einer rauschenden Party vier Fernseher hinein.”
Fürwahr einer der definierenden Momente des deutschen Sports jener Dekade. Aber nichts im Vergleich zu Hoenbold dem Verwurster, der im Jahr 1312 sein Pemmikan an der Querlatte trocknete.
Meine Gegenthese zu diesem untauglichen Versuch einer Fiktion der Bundesliga als Bayernliga: Die Bayern beherrschen auch in der Krise die Journalisten, die sich ihnen unterwerfen. Denn wer über die Bayern schreibt, muss nicht unbedingt viel vom Fußball verstehen und findet doch immer sein Thema. Alles easy-peasy, bussi-stussi. Dass nach vierzig Jahren Dauerjodelbeschallung auf allen Kanälen Vereine wie Mainz, Freiburg, Union Berlin oder Dynamo Dresden überhaupt noch wahrgenommen werden, ist Beweis für die Eigenwilligkeit und Eigenständigkeit, Liebe und Bockigkeit der Fans.
Ich mache jetzt einen kleinen Selbstversuch. Ich tu jetzt einfach mal so, als seien die Bayern schon abgestiegen. Und obwohl Franz Beckenbauer, Stefan Effenberg, Mehmet Scholl und Oliver Kahn in pluralistischer Vielfalt die Meinungshoheit zusammen mit Marcel Reif, Johannes B. Kerner und Reinhold Beckmann unter sich aufteilen, schreibe ich bis zum 24. Spieltag, der scheibchenweise ungefähr am 26. Februar 2011 stattfindet, also bis zum Spiel des glamourös malochenden BVB in München, gar nichts mehr über den vom Absterben bedrohten Säbener Säbelzahnpapiertiger. Und dann werden wir in einem utopisch aufblitzenden Moment erahnen, wie schön das Fußball ist unser Leben sein kann.
Die Fröttmaning-Tweets, ungekürzt »
Mein Ausflug nach München am 1. Mai 2010. Dies sind die Original-Tweets, kleine Rechtschreibfehler habe ich korrigiert.
Die Operation Fröttmaning läuft nach Plan. Im Flugzeug in der Reihe vor mir drei Bayern-Fans, aber wir sind auf dem kleinen MUC gelandet. 9:50 AM
Ohne Hallbergmoos nichts los: Auf dem Weg in die Weltstadt Rapsfelder, Aushubhügel und fruchtbare Äcker und Wiesen. 10:14 AM
Schon wieder drei Bayern-Fans. Hier muss irgendwo ein Nest sein. Der eine mit einem Aufnäher “FCN Fans on Tour Richtung Meppen”. Lustig. 10:28 AM
Die drei Bayern-Fans sind ohrenscheinlich Pfälzer. Daran sind nur die 68er schuld: Die jungen Leute haben alle keinen Nationalstolz mehr. 10:43 AM
“Ein Hund fraß einen Knorpel, am Sendlinger Torpl.” (Fredl Fesl) 10:52 AM
Ich Weisswurst, was soll es bedeuten, dass ich so launig bin, aber der Paulaner Bräu ist eine Reise wert, die Kellner tragen Lederhosen. 11:49 AM
Das Stadion sieht richtig gut aus. Wer hätte gedacht, dass ein Kalbsrollbraten aus der Nähe so zarte Eleganz entfaltet. 1:03 PM
Elvis has entered the building. 1:23 PM
Vier Ticketkontrollen, fünf Rolltreppen und jetzt stehen wir in der T-Home VIP-Lounge und starren hinunter in den grünen Schlund. 1:39 PM
68 Minuten bis zum Anpfiff, mittlerweile Nieselregen statt zarter Maisonne. Holy shit, die Sitze in der Loge sind gepolstert, surreal. 2:23 PM
Gerade hat Gerd Müller mal kurz vorbeigekuckt. 2:34 PM
Die T-Home-Präsentation war interessant, aber zu kompliziert für einen Tweet. 3:21 PM
Das Stadion ist voll, die Spieler werden aufgerufen, darunter – wie überall – ein wummernder, nerviger Lärmteppich. 3:22 PM
Wir sitzen im Mitteldeck, vor uns die VIP-Tribüne. Schräg links (!) unter mir Eddy “Adria” Stoiber. 3:26 PM
Carmina Burana als Startmusik. Alle Dauerkartenbesitzer haben Triangeln. – Der Club und Schalke brauchen hier ein Unentschieden. 3:28 PM
1. Bochum in weiss stösst an, Ecke für Bayern, sicher geklärt. 3:32 PM
4. Verhaltener Beginn, viele Fehlpässe. Die Trapezkamera (Vogelperspektive) ist faszinierend. – Zwei Großchancen Bayern. 3:36 PM
7. Bochum jedenfalls nicht wie das Kaninchen vor der Schlange, mit Mavric und Sestak offensiv aufgestellt. 3:39
12. Rechts (!) vor mir Paul Breitner, der von hinten verblüffende Ähnlichkeit mit Paul McCartney hat. 3:44 PM
18. Bochum kriegt den Ball nicht weg, Lahm scharf und flach von rechts – 1-0 Müller. 3:49 PM
20. Schon wieder ein Tor des Monats, diese Angeber. Einmal links geflankt, einmal rechts 2-0 Müller. 3:51 PM
23. BiFi widmet das 2-0 einem Fan aus Rostock. Möchten sie von BiFi etwas gewidmet bekommen? 3:54 PM
28. Erste Chance für Bochum, Butt pariert. Nürnberg liegt 3-0 hinten, Hannover führt 3-0. Läuft ja richtig super heute. 3:59 PM
32. Die Frau neben mir kuckt mit T-Home BVB-WOB auf dem iPhone. Nicht ganz ruckerlfrei, kann aber auch am Dortmunder Spielaufbau liegen. 4:05 PM
39. Riesenchance für Bochum, das nie aufsteckt. Bayern verwaltet den Vorsprung, lässt es behutsam angehen. 4:10 PM
42. Selbst Schweinsteiger mit Stockfehlern, die Bochumer setzen Nadelstiche, aber sie sind zu harmlos. 4:14 PM
51. Wie in der Oper. Köche, Kellner, Logen, Cohibas für 64 eu in der Davidoff Lounge. Götterdämmerung wird heute aber nicht gegeben. 4:40 PM
55. Immerhin, die Tradition wird auch berücksichtigt. Auf dem Pissoir muss man anstehen, im Mai riecht es nach Spargel. 4:43 PM
60. Bremen führt, die Allianz Arena ist aus dem Einfamilienhäuschen. 4:47 PM
63. Freiburg führt in Köln, hier geht La Ola um. Es bleibt einem nichts erspart. 4:50 PM
68. 3-0 für Bayern. Torschütze Müller. Nürnberg hält die Tordifferenz gegenüber Bochum. 4:56 PM
78. Ecke für Bochum und Gomez kommt für Olic. Kippt das Spiel noch? Nürnberg liegt 0-4 hinten. 5:06 PM
83. Gomez an die Latte, er ist bereits in WM-Form. 5:09 PM
85. 3-1 für Bochum. Schön geschlenzter Freistoss von Fuchs. 5:12 PM
Schlusspfiff in München. Und wir können sagen: Wir sind dabei gewesen. 5:18 PM
In der vollbesetzten U-Bahn kommt meine Schalke-FCN-Fanfreundschaft-Anstecknadel besonders gut zur Geltung. 6:09 PM
Selten so entspannte Fans erlebt. Das war 1991 beim 3-1 mit Zarate und Wück auch schon so. Geschlagen, aber manierlich zogen sie nach Haus. 6:54 PM
Wie bei Asterix auf Korsika hier: Unterföhring, Fröttmaning, Garching, Machdeinding, Burgerking, Nasenring. 7:01 PM
Im Flieger. In der S-Bahn ein Ehepaar, das sich morgen live Doppelpass ansieht. Ein Tag mit durchwachsener Ökobilanz geht dem Ende zu.
Zurück in der Stadt der tausend Derbys: Hertha gegen Union, Cottbus, Rostock, Aue und vielleicht auch Jena. TeBe und Dresden fehlen noch.
Wir sind alle Manager (5) – Träumchen wechsel dich »
Der bisherige Saisonverlauf bietet ein sehr gemischtes Bild. Bis auf die Zweite Liga Classic ist keine Mannschaft in akuter Abstiegsgefahr. Erste und Dritte Liga Classic überraschen angesichts des kleinen Etats positiv, die Interactive Mannschaften sollten sich mit den Wintertransfers alle noch steigern können.
Bundesliga Classic
Mit meiner eine-Million-oder-billiger-Truppe gibt es bei -3 Punkten bisher einen soliden Platz 111000, bei 159000 Teilnehmern also etwa Platz 13. Bester Spieltag war Nummer 6 mit 14 Punkten. Banovic war der Topscorer mit 16, Nordtveit und Gündogan (beide Nürnberg) vermasselten mit jeweils -2 ein besseres Ergebnis. Mit Hünemeier, Schwegler und Salz sind drei weitere Spieler dabei, die es in der ersten Mannschaft schon bewiesen haben, Old Man Neuville und Kenia sind leider ein wenig abgetaucht. Eine schwarze Null am Ende der Saison wäre schön. Seid umschlungen, Millionen.
Bundesliga Interactive
Platz 76000 von 229000 bedeutet mit 465 Punkten gerade so Platz 6, angesichts der vielen Clubberer eigentlich ganz ordentlich. Es war aber auch schon 20000 Plätze besser. Topscorer sind Hyppiä und Kuranyi – offenbar eine Saison für Spieler mit y im Namen – enttäuschend für die 3,8 Mios war Trochowski, gefloppt haben Träsch, der noch vor Saisonbeginn verkaufte Sanogo und leider, leider vor allem Mintal. Das Phantom habe ich trotzdem behalten, ebenso Kluge, der in einer funktionierenden Mannschaft auf Schalke noch mehr bringen könnte als bisher 41 Punkte. Ausgetauscht habe ich Raphael Schäfer für Müller von Mainz, der den Bestwert noch vor Adler erzielt hat, spottbillig und außerdem eine echte Bereicherung ist. Sein Auftritt gegen die Bayern war ein Höhepunkt der Hinrunde. Für Träsch ist jetzt das Kopfballungeheuer Brouwers mit dabei. Basale, längst verschüttet geglaubte Gladbach-Sympathie-Reflexe haben dazu beigetragen. Im Mittelfeld ist Banovic aus dem Farmteam Classic aufgestiegen. Ihn hätte der Club nie verkaufen dürfen, mit ihm hält Freiburg vielleicht die Klasse. Im Sturm Pogrebnyak, weil er unter Gross ein anderer Spieler geworden ist, und seine Gala gegen die Bayern kein Zufall gewesen sein kann. Da geht noch was.
Zweite Liga Classic
Schweigen wir davon. Platz 36000 von 37000 läßt alle Möglichkeiten für einen Abstieg offen. Bester Spieltag war Nummer 2 mit 16 Punkten, aber elf Spieltage mit negativem Punktekonto haben ihre Spuren hinterlassen. Mit Nöthe, Brunnemann und Sahan gibt es nur drei Spieler mit positivem Punktestand, Top of the Flops ist Mavric mit -35 Punkten, gefolgt vom unvermeidlichen Casper aus Aachen. Nächste Saison werde ich meinen Etat doch bis zum Anschlag ausreizen. Schwamm drüber.
Zweite Liga Interactive
Platz 17000 von 45000 bedeutet Platz 7. Die Tendenz geht nach oben, seit Spieltag 13 nur zweistellige Ergebnisse, Hinrundenbestwert waren 40 Punkte am 17. Spieltag. Topscorer sind der formidable Amedick und Hain, für den ich trotzdem den etwas billigeren und etwas besseren Sippel eingewechselt habe. Ja, auch basale FCK-Sympathien gibt es, mit einem Ex-Clubberer als Trainer und dem genialen Stefan Kuntz als Manager. In der Abwehr kam Anderson von Düsseldorf für Orestes von Rostock, im Mittelfeld Mattuschka von Union für Camdal von den Löwen, im Sturm Naki von St. Pauli für Myntti (trotz y weg vom Fenster). Erfreulicherweise konnte ich trotz der Transfers den Charakter einer Kultmannschaften-All-Stars-Auswahl beibehalten. Wenn es gut läuft steigt der Kern der Mannschaft mit dem jeweiligen Verein auf.
Dritte Liga Classic
Hier hält sich die Mannschaft auf Platz 9900 knapp in der oberen Tabellenhälfte und dürfte mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Bei 22000 Plätzen und bedeuten 101 Punkte exakt Platz 9. Das Experiment mit 15 Spielern von 14 verschiedenen Vereinen für den niedrigsten Preis von 0,05 Mios hat erstaunlich funktioniert. Die Besten sind Holt von Holstein Kiel (leider nur Ersatz) und Piossek von Dortmund II, der vermutlich bald in Kloppos Kita grünes Licht für den Aufgalopp kriegt. Allerdings haben acht Spieler nur Null Punkte und drei sind in den Miesen, wenn am Ende die Schnapszahl 8800 steht, können wir uns mit isotonischen Durstlöschern die Kante geben.
Dritte Liga Interactive
Platz 17500 von 25000 bedeutet Platz 14 mit 584 Punkten. Bester Platz war bisher Platz 17000, schlechtester 19300, offenbar steht die Mannschaft da, wo sie hingehört. Bis jetzt jedenfalls. Denn mit Göhlert, Leitl, Sattelmaier und Hartmann sind jetzt ein paar zum Teil sehr günstige Spitzenkräfte ins Team gekommen. Das hat der Mannschaft ihr Ostgepräge genommen, aber dass Dresden im freien Fall durch die Liga taumelt, war nicht abzusehen. Immerhin, Aue und Erfurt machen viel Freude. Ein einstelliger Tabellenplatz wäre ein mehr als ordentliches Ergebnis. Ran an die Bouletten.
Wir sind alle Manager (3) – Kein Spieltag für den FSV Frankfurt »
Wer in der zweiten Liga seine Mannschaft um den FSV Frankfurt herum gebaut hat, der musste an diesem Spieltag ganz stark sein. Gleich fünf Spieler – Ross, Ledgerwood, Voigt, Gledson und Ledesma – erhielten die Note Sechs beim 0-4 gegen die Grünen Teufel aus Fürth. Bester Spieler war Torwart Klandt mit einer Vier.
Spieltag 2 brachte in der Zweiten Liga Interactive 39 Punkte, 14 allein durch Benny Lauth, außerdem keinen einzigen Minuspunkt. Im Gesamtklassement brachte das einen Sprung um 10000 Plätze nach vorn in die obere Hälfte. In der Gesamtwertung hat lediglich Terranova (diesmal mit einer vier in Augsburg) Minuspunkte eingefahren. 13 Spieler aus dem 20er-Kader haben noch gar keinen Punkt. Zu viele Perspektivspieler?
Die Classic-Variante brachte 16 Punkte. Aachens Casper brachte auf seine zuverlässigen -2 Punkte und dürfte beim 0-5 zur Stadion-Eröffnung gegen St. Pauli einer der Besseren der Alemannia gewesen sein. Tom Geißler egalisierte das Minus, und das dicke Sahnehäubchen setzte dann Nöthe von Fürth obendrauf, zwei Tore, ein Assist, Note Eins. Und das für 0,5 Mios. Auch hier 10000 Plätze nach vorne in die obere Tabellenhälfte.
In der Bundesliga Classic gab es acht Punkte, über die zwei von Neuville habe ich mich besonders gefreut. Nach dem leider viel zu frühen Karriereende von Bernd Schneider ist er einer der letzten Gentleman-Fußballer der Liga. Das 2-4 in Stuttgart brachte Torhüter Salz vom Sportclub nur -2 Punkte. Zumindest den Elfer und ein halbes Elson-Tor würde ich ihm ankreiden, aber passd scho. Der Neu-Clubberer Gündogan und der Ex-Clubberer Banovic brachten jeweils vier Punkte. Mein Billig-Team macht 13000 Plätze gut und steht jetzt auch in der oberen Hälfte.
Bundesliga Interactive war mit 26 Punkten und Platz 125000 in der Tageswertung nicht der ganz große Sport. Westermann machte elf Punkte, ansonsten meist nur der Startelf-Bonus von 3 Punkten. Blöd, dass ich Hyypiä draußen gelassen habe, er war mit 17 Punkten und Note 1 Mann des Tages im kicker. Im Gesamtspielstand bedeutete das 36000 Plätze nach unten. Und Schwegler ist verletzt. Der ist auch im Classic Team dabei. Doppelmist. Aber kein Spieltag ohne böse Überraschung. Pizarro ist wieder bei Bremen. Einerseits freut mich das, eventuell heißt das aber, Sanogos Tage sind gezählt.
In der Dritten Liga Classic holte die 0,05-Mio-Truppe 23 Punkte und Platz 3000 in der Tageswertung. Ersatzstürmer Holt von Holstein Kiel war mit 19 Punkten Mann des Tages und schoß seine Mannschaft bzw. meine Mannschaft auf Platz 11000 in der Gesamtwertung. Noch stehen wir in der zweiten Tabellenhälfte, aber die beiden ersten fehlenden Spieltage werden am Ende nur noch 1/18 ausmachen und nicht 50 Prozent wie im Moment noch.
Drei Punkte weniger als beim letzten Mal (29 statt 32) bedeuten in der Dritten Liga Interactive 4500 Plätze schlechter in der Tageswertung und ein Abrutschen um 100 Plätze im Gesamtklassement. Die Abstiegsplätze sind hier in Sichtweite. Danneberg vom aktuellen Tabellenführer Braunschweig heißt der Übeltäter, der mit Note 4,5 und einer Gelb-Roten Karte für völlig überflüssige -5 Punkte sorgte. Topscorer Amirante (28 Punkte) von Jena blieb diesmal ohne Punkt. Auch deswegen war der Spieltag mager, weil alle Ost-Vereine – Jena, Aue, Erfurt, Dresden – nur Unentschieden spielten.
Wir sind alle Manager (2) – Kuranyi räumt ab »
Der erste Spieltag war ganz ordentlich. In der Bundesliga Interactive ist leider der Ausfall von Träsch zu beklagen. Aber Kuranyi mit zwei richtig geilen Toren gegen den völlig falschen Verein, Reinartz und die anderen gelangten auf einen guten Platz um die 16000.
Bei der Bundesliga Classic habe ich mich wie auch sonst bei den Classic Teams für eine Sparvariante entschieden. Kein Spieler kostete mehr als 1 Million, mit dabei sind Banovic und Salz von Freiburg, Gündogan vom Club, der bucklige Neuville von Gladbach. Immerhin zwei Punkte, die meisten kommen nicht in die Wertung, weil sie nicht in der Anfangself stehen. Zumindest bei Kenia von Schalke könnte sich das bald ändern. Dem Magath seinen Moritz hatte ich aber auch nicht auf dem Zettel.
Die Zweite Liga Interactive ist ein Kompendium einiger Kultmannschaften, als da wären, die Roten Teufel, die Löwen, St. Pauli, die Fortuna, Energie, Eisern, die Hansa-Kogge sowie das Kleeblatt, naürlich aus Oberhausen. Mit 19 Punkten ist noch Luft nach oben, aber Rot-Weiss und Rostock haben ja auch beide auf die Mütze bekommen.
In der Zweiten Liga Classic ist kein Spieler teurer as 0,5 Mio. Mavric und Geißler von Koblenz erzielten jeweils -2 Punkte, Casper von Aachen immerhin plus 2. Uwe Rapolder ist übrigens ein richtig guter Trainer und für die nervige Website der TuS kann er auch nichts.
Dritte Liga Classic bilden die Krise-welche-Krise-All-Stars, von denen jeder hübsche 0,05 Mios gekostet hat. Vertreten sind Dresden, Burghausen, Jena (2x), Wuppertal, Sandhausen, Stuttgart, Offenbach (2x), Dortmund, Heidenheim, Erfurt, Kiel (2x) und Bremen. Es gab zehn Punkte und einen Platz im gesicherten Mittelfeld.
Dritte Liga Interactive versammelt alle Ostvereine Erfurt, Jena, Aue, Dresden sowie und wegen der Regel, nicht mehr als vier Spieler pro Verein, die Jägermeister des Zonenrandgebiets Eintracht Braunschweig und den Wuppertaler SV, denn Wuppertal liegt östlich des Ruhrgebiets. Außerdem wollte ich eine Stadt mit einer Schwebebahn dabei haben. 32 Punkte bedeuten ungefähr Platz 17000, die ersten beiden Spieltage habe ich verpaßt. Da geht noch was.
Aus Zeitgründen kann ich leider keiner Managerliga beitreten.
Wir sind alle Manager (1) – Schnäppchenjäger sucht Punktesammler »
Durch die verschobenen Fristen hat das kicker-Managerspiel viel von seinem Reiz verloren. Einerseits will man natürlich einen guten Riecher beweisen und seine Teams vom ersten Spieltag an ins Rennen schicken, andererseits läuft die Transferfrist bis zum 31. August. Da sind dann schon vier Spieltage vorbei. Mangels Online-Verbindung musste ich diesmal an den ersten beiden Spieltagen der 3. Liga auch pausieren.
Die abgelaufene Saison war eher durchschnittlich. Am meisten enttäuscht hat meine B-Mannschaft. In der 3. Liga habe ich in der interaktiven Variante (Spielerwechsel in der ersten Elf sind von Spieltag zu Spieltag möglich) mangels besseres Wissen lauter Spieler genommen, die mit B anfangen. Und obwohl ich mit Bemben, Benyamina (beide Union), Bindnagel (Sandhausen) Bröker (Dresden) und Bambara (Regensburg) gleich fünf Spieler mit über 100 Punkten dabei hatte, erzielte ich meine schlechteste Saisonplatzierung am letzten Spieltag und landete auf Platz 21439 von 31178. Bei 20 Vereinen entsprechen 1559 Plätze im Interaktiv-Spiel einem realen Tabellenplatz, ich bin also auf einem schlechten 14. Platz gelandet.
Auch in der Classic-Variante (die erste Elf ist für die ganze Saison festgelegt) bedeutete Platz 17742 von 27781 gerade noch Platz 13 in einer 20er-Liga. Diesmal waren es Spieler mit R, wobei Rauw (Emden), der mit 147 Punkten eine sagenhaften Wert für die Classic-Variante erzielte, durch Leute wie Rapp (Stuttgarter Kickers) mit -30, Reinsch (Paderborn) und Torwart Reus (Aalen) mit jeweils Null Punkten auf dem Boden der Tatsachen gehalten wurde.
In der 2. Liga Classic erreichte das H-Team mit Hain, Hoogland und Hoilett, leider auch mit Hennings (- 40), Hickl und Heithölter Platz 20630 von 39512 umgerechnet Platz 10, stand also etwas schlechter da als St. Pauli, das Achter wurde und die meisten Spieler stellte. Selbst für eine Verlegenheitslösung waren diese Platzierungen eher mittelmäßig.
In der Classic-Variante Bundesliga wurde ich (wieder einmal) vom Verletzungspech verfolgt. Ibisevic, Hartmann (Hertha), Tasci und Kobiashvili waren alle längere Zeit nicht dabei, Risikospieler Simak lief neben der Spur, die KSC-Spieler Eichner und Aduobe waren auch keine gute Idee. Unterm Strich blieb dank Lehmann, Kuranyi und vor allem Misimovic Platz 66072 mit 55 Punkten. Bei 159771 Teilnehmern also ein tapferer achter Platz, genau so schlecht wie Schalke.
Die Bundesliga Interaktiv-Version bescherte Rang 38318 von 212690 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Das bedeutete Platz 4, wobei man bei all der Rechnerei nicht verschweigen sollte, dass die Punktekurve sich stark verflacht und hinter den ersten 200 Tausende von Spielern mit der gleichen Punktzahl kommen. Mit Tremmel (ab Rückrunde Hildebrand), Valdez, Olic, Hajnal wieder Misimovic, Grafite, Gentner, Celozzi (diesmal war der KSC die richtige Wahl), Bordon (Rückrunde Höwedes) landete ich am ersten Spieltag auf Platz 108, der bisher besten Tagesplatzierung. Von da an ging’s bergab, bis ich am 23. Spieltag etwa bei Platz 100000 stand. In einem formidablen Schlussdrittel konnte ich dann noch einmal 60000 Plätze gut machen. Flops wie Schlaudraff, Ljuboja, der leider verletzte Chris und Alberman verhinderten eine bessere Platzierung. Auch ein mit Wolfsburger gespickter Kader schaffte es nicht bis ganz nach oben.
In der zweiten Liga Interaktiv gelang mit Platz 2606 von 48472 die beste Platzierung, ein sehr guter zweiter Platz. Hier waren Toprak, Amedick, Mintal und Terranova die Punktelieferanten. Der Schlußspurt des letzten Aufsteigers Nürnberg trug natürlich auch zum guten Ergebnis bei.
Fazit: Das mit den Buchstabensuppen lasse ich in Zukunft sein, auch Sternzeichen sind kein gutes Kriterium. In der neuen Saison wird alles anders, aber Kuranyi, Mintal und Terranova sind wieder dabei.
Pokalt erwischt »
Mainz mit seinen zahllosen Verletzten und Hannover mit seiner letalen Auswärtslethargie heißen die ersten beiden prominenten Opfer im DFB-Pokal. Bei dem arrivierten Pokalschreck Trier konnte man fast darauf wetten, dass es auch Lübeck gelingt, ist die größere Überraschung. Beinahe zum Opfer der eigenen Behäbigkeit wurden Fürth, 1860 München, Bochum und wieder einmal Hertha, gegen die Preußen Münster mutig aufspielte. Den höchsten Sieg feierte Bremen gegen Union, die ihr neues Schmuckkästchen erst einspielen müssen. Das Seuchenjahr von Werder mit dem DFB-Pokal als Trostpflaster ist damit wohl vorbei, der verlorene Sohn Borowski hat seine Münchner Eskapade beendet. Mit den Grünen ist zu rechnen. Ähnlich souverän gingen Wolfsburg und Schalke zu Werke.
Überrascht hat mich der Sieg der Lauterer in Braunschweig, gilt das Eintracht Stadion doch quasi als ein tiefer gelegter Betzenberg, niedersächsisch eben. Eine gute Maßnahme gegen das große Nervenflattern in der Pfalz, dieses verdient erkämpfte 1-0. Ebenso überrascht war ich vom klaren 3-0 der Frankfurter im Derby gegen Offenbach. Blogleser Nordkurve muss seine pessimistische Skibbe-Einschätzung zur Eintracht möglicherweise revidieren.
Allererste Sahne war natürlich das 3-0 der Clubberer in Dresden, wobei sowohl die Null als auch die drei (kein Stürmertor) nicht zu erwarten waren . Ich kann mich nicht erinnern, wann der Club zwei Auswärtspflichtspiele in Serie 3-0 gewonnen hat. Erst in Cottbus in der Relegation, jetzt kühl bis ins Mark, technisch und taktisch ausgereift bei Dynamo, die ihr neues Stadion auch noch einspielen müssen. Die erste Halbzeit sah ich auf Sky bei einer nahen Verwandten. In der Pause wurde die Übertragung abgestellt, “Ihre SIM-Karte ist nicht für dieses Angebot legitimiert”. Nach dem Umweg durch die sprachgesteuerte Hotline erklärte die freundliche Sky-Mitarbeiterin, Pokal gebe es nur im Sport-Paket, nicht im Bundesliga-Paket. Warum wir eine Halbzeit mit Kluges und Mintals ersten Saisontoren sehen konnten, wußte sie nicht, ich nehme das als gutes Omen für eine Saison, in der alles möglich ist.
Bei Bayern stabilisieren sich die Leistungsträger allmählich. Gomez hat offensichtlich einen Lauf, trifft gegen die Vereinigten Arabischen Emirate und Neckarelz beinahe nach Belieben. Rensing greift schon wieder nach den Sternen und läßt sich weder durch Lapsus noch Läpschen beirren. Ich verstehe nicht, dass die Bayern ihre Abwehr so vernachlässigen. Lucios Weggang ist mit Sicherheit eine Schwächung, dazu muss man nicht Kaiser sein. Und international ist mit Butt/Rensing kein Blumentopf zu gewinnen. Hildebrand wäre frei gewesen im Winter, aber Hoffenheim war schneller. Ich vermute, die Bayern langen beim Torwart noch einmal hin, Ribery im Tausch für Casillas vielleicht oder Lell, Ottl, Breno, Demichelis, Sosa und Schweinsteiger für Enke.
Für die einen ist Fußball das Geschäft ihres Lebens, für die anderen die schönste Nebensache der Welt. Läge ich wie einst Isaac Davis...
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